Vom stillen Beobachter zum Profiler
David begann schon als Kind, sich für angewandte Psychologie zu interessieren. Sein Vater, Detlef Rathmer, empfing als Therapeut in seiner Praxis täglich zahlreiche Patienten. Damit ebnete er seinem Sohn früh den Weg, den dieser viele Jahre später einschlagen sollte.
Durch aufmerksames Zuhören erlernte David nach und nach die Grundlagen der Psychologie, die ihm sein Vater bereitwillig erklärte. Mit der Zeit interessierte er sich zunehmend für die konkreten Methoden und Modelle, mit denen sein Vater den Patienten half. So kam er erstmals mit dem Persönlichkeitsmodell „Enneagramm" in Kontakt.
Das erste Übungsfeld
Als David die ersten Erkenntnisse über die einzelnen Persönlichkeitstypen erlangte, wollte er das Gelernte sofort erproben. Sein erstes Übungsfeld war der Schulalltag: Er versuchte, die Menschen um ihn herum im Modell einzuordnen und zu verstehen, was sie wirklich antreibt: was ihnen wichtig ist, was sie zurückhält und wie man ihnen am besten begegnet.
Zunächst war das frustrierend. Für die Zuordnung der psychologischen Muster kannte er bislang nur die herkömmlichen Methoden: Tests, Fragebögen, intensive therapeutische Sitzungen. Genau diese Wege kamen im Alltag aber nicht infrage. Schließlich konnte er seinen Lehrern und Mitschülern nicht mit Fragebögen begegnen, nur um sie zu verstehen.
Also begann er, seine Möglichkeiten abzuwägen. Er beschäftigte sich mit Körpersprache, Sprachmustern und anderen Informationsquellen, um einen Weg zu finden, die Typen des Enneagramms ohne intensive Vorinformationen über das Gegenüber zuzuordnen.
Nach einiger Zeit hatte er erste Treffer. Sie zeigten ihm, wie mächtig dieses Wissen ist. Wer wirklich versteht, was einen Menschen bewegt, begegnet ihm völlig anders.
Du brauchst keine Daten über einen Menschen. Nur ein Bild, auf dem sein Gesicht zu erkennen ist.
Die Geburt einer eigenen Methode
Im Laufe der Jahre konnte David die Zuordnung bestimmter Persönlichkeitstypen Schritt für Schritt in ein selbst entwickeltes Konzept überführen. Es beruht auf modernen psychologischen Erkenntnissen und verbindet sie mit Ansätzen aus dem seriösen Profiling, wie man sie etwa aus dem Kriminalprofiling kennt. Die Grundlage bilden bis heute die neun Grundtypen und ihre 27 Subtypen des Enneagramms.
Das Ergebnis dieser Mühen: Nach über einem Jahrzehnt intensiver Forschung schuf David eine Profiling-Methode, mit der sich Menschen in Sekundenschnelle anhand äußerer Merkmale lesen lassen, mit direkt anwendbaren Ergebnissen im Umgang mit ihnen.
Heute, über zwölf Jahre Forschung später, verfeinert er diese Methode kontinuierlich weiter. Dank der schnellen und planbaren Ergebnisse konnte er bereits über 500 Unternehmer für das Profiling begeistern, die in den unterschiedlichsten Bereichen damit arbeiten.
